Buchclub // Leserunde zu Der Wind singt unser Lied von Meike Werkmeister

Ein Roman von Meike Werkmeister gehört für mich einfach zum Sommer dazu. Der Wind singt unser Lied ist nach Sterne leuchten nur im Dunkeln (Band 1) und Über dem Meer tanzt das Licht (Band 2, zur Rezension) der dritte Roman, den ich von der überaus sympathischen Autorin gelesen habe und wie immer habe ich die Lektüre mit einem wohlig warmen Gefühl ums Herz beendet. Dieses Mal sind mir viele Menschen im Buchclub gefolgt und haben im Mai das Buch mitgelesen.

Am Ende des Blogbeitrags findet ihr einige Stimmen der Buchclub-Mitglieder.

Inhaltsangabe zu Der Wind sing unser Lied von Meike Werkmeister

„Wer weiß, vielleicht gibt es Menschen, die nie ankommen? Für die der Weg ewig das Ziel bleibt?“

(Werkmeister 2021, S. 145)

Wir kennen die Protagonistin Toni bereits aus dem zweiten Buch der Autorin, dort spielt sie eine Nebenrolle als eine alte Bekannte von Simon. Dennoch lässt sich der Roman ganz unabhängig von den Vorgängerbänden lesen. Toni ist Surferin, Musikerin, ein Freigeist, der an keinem Ort lange bleiben kann und obwohl sie ihre Familie wahnsinnig gern hat, kann sie auch Zuhause nicht lange verweilen. Selbst letztes Weihnachten blieb sie der Heimat lieber fern, aber warum? Toni schleppt nicht nur einen großen Reiserucksack mit sich mit, sondern auch ein nicht aufgearbeitetes Erlebnis aus der Vergangenheit und es wiegt sehr schwer. Erst als ihr Vater sie bittet nach Hause zu kommen, sie in Costa Rica beinahe überfahren worden wäre und eine Wahrsagerin ihr dringend dazu rät aufzubrechen, kehrt sie an die Nordsee zurück und erfährt peu à peu was Zuhause mit ihrer Schwester, ihrer Mutter und ihrem Vater eigentlich los ist. Und da ist auch noch der Bruder des Mannes ihrer Schwester, der am Familienhof Ferienglück mitarbeitet und Toni … eine selbst gestrickte Wollmütze schenkt. Hach.

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Meine Gedanken zum Buch

Für mich ist Meike Werkmeister die Queen of Sommerroman! Ihre Bücher sind einfach sympathisch und sie entführt uns immer wieder an die Nordsee. Ihre Figuren sind stets bodenständig und so normal wie man sie sich insgeheim wünscht. Wie wir Leser*innen auch, haben Toni, Caro, Wolfgang, Petra, Florian & Co. ganz alltägliche Probleme. Die Figuren müssten einfach nur offen und ehrlich miteinander sprechen, um die Dinge gemeinsam aufzuarbeiten, aber der Mensch macht es sich oft nicht leicht. Über die gesamte Handlung hinweg sorgt Werkmeister immer wieder für Überraschungen, die alle etwas näher zusammenrücken lässt. Wir dürfen den Prozess begleiten und selbst darüber nachdenken, ob die ein oder andere Situation auch aus unserem Leben stammen könnte.

Zu den kleinen Dingen, die ich am Roman sehr schätze, gehören Fragen, die man sich unmittelbar bei der Lektüre stellt. Toni wird z.B. eine Zweckpessimistin genannt, also jemand, der lieber nicht an das Gute glaubt, damit man nachher nicht enttäuscht ist. (S. 180) Bin ich auch so eine? An einer Stelle wird Caro, die Schwester von Toni, als diese eine Person beschrieben mit der man sich auf jede Tanzfläche traut, egal vor wie vielen Leuten, weil nur der Moment zählt. (S. 167) Habe ich auch so jemanden? Oder: Bin ich ein Sonnenaufgangs oder Sonnenuntergangsmensch? Toni liebt die Sonnenaufgänge, weil jeder Tag eine neue Chance bedeutete. (S. 159)

Und abschließend: Meike Werkmeister ist nicht nur die Queen of Sommerroman, sondern auch die Queen of Postkartensprüche. So oft verbirgt sich ein schöner Satz, eine kleine Lebensweisheit zwischen den Zeilen, die man sich sofort aufhängen möchte. Wie gut, dass Anni aus Teil 1 Grafikerin ist und ihre beste Freundin Maria (Protagonistin in Teil 2) sie in ihrem Strandcafé verkauft. Da könnte ich doch glatt auch einen davon als Lettering gestalten. Nur welchen?

„Man sagt, dass alles, was wirklich wichtig ist, ohnehin im Herzen bleibt.“

(Werkmeister 2021, S. 370)

Meinungen der Buchclub-Mitglieder

„Ein Buch voller Sommer, Menschen zum Gernhaben und einer Welt aus der man nicht mehr verschwinden möchte. Ein wunderbarer und spannender Roman.“

Katrin

„Leicht und luftig wie der Sommer!“

Barbara

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